Erstes Reisefazit

Hola amigos!

 Knapp drei Monate bin ich jetzt unterwegs und Peru liegt auch so gut wie
 hinter mir. Zeit also, ein erstes Reisefazit zu ziehen.
 Peru hat gehalten, was ich mir von ihm versprochen hatte, und das war
 zugegebenermassen viel. Betrachtet man die Vielfalt und Extreme der
 Landschaften und jene der praekolumbianischen Staetten und Geschichten als
 Gesamtes, so kann wohl kaum ein anderes lateinamerikanisches Land mit dem
 Andenstaat konkurrieren. Ich vermisse jetzt schon dieses Mutterland der
 Inkas. Trotzdem freue ich mich schon auf die Eigenheiten von Bolivien,
Chile und Argentinien (und vielleicht Paraguay), denen ja laengst schon meine
 Sympathien gelten. Ich will Ecuador nicht ganz unerwaehnt lassen. Auch
dort sah ich wunderschoenes, jedoch verblasst das Aequatorland insgesamt
gesehen neben seinem groesseren Nachbarn, dem Eldorado der Abenteuer, wie ich es
 nenne. Ja, Eldorado - hier in Peru wurde dieser Begriff geboren. Doch die
 spanischen Eroberer suchten vergebens nach dem sagenumwobenen Goldland.
 Stattdessen fanden sie sagenhafte Landstriche vor. Ob sie denen auch
 wirklich etwas schoenes abgewinnen konnten, mag angesichts der
moerderischen Strapazen, denen jene Herren ausgesetzt waren, bezweifelt werden. Fakt
ist, das noch heute das alleinige Bereisen bestimmter Gebiete aeusserst
muehsam und abenteuerlich ist.
 Ich querte die Kordilleren zig Male auf groesstenteils ueblen Pisten.
 Unzaehlige Paesse ueber 4000 Meter, etliche ueber 4500 und sogar einen
ueber 5000 Meter Meereshoehe befuhr ich - hinab in den Dschungel, hinab an die
 Kueste in die Wueste, von einer Bergkette zur naechsten. So liess ich
bisher 10000 harterkaempfte Kilometer hinter mir. Und trotzdem musste ich so viel
 sehenswertes links liegen lassen.
 Peru - Land der Berge, Land der Canyons, Land der Regenwaelder, Land der
 Wueste, Land der Mysterien.
 Noch ein Wort zu den Leuten und der Gesellschaft: Ich machte wunderbare
 Bekanntschaften, ja Freunde, die der Welt mit groesstem Respekt begegnen,
um es kurz zu fassen. Es fiele mir schwer solch gute, weitsichtige Menschen
inmeiner Heimat zu finden. Doch muss ich bedauern, dass der Grossteil
offenbar ein primitiver, ruecksichtsloser Poebel ist. Die grosse Armut, die man
auch immer wieder zu Gesicht bekommt, kann ich als Rechtfertigung dafuer nicht
 gelten lassen.
 So werde ich denn mit sehr gemischten Gefuehlen Peru verlassen. Ganz ist
es aber noch nicht so weit. Befinde mich nun in Arequipa, und zum Ausklang
 gibts noch ein paar landschaftliche Attraktionen zu besuchen, bevor ich
mich aus dem peruanischen in den chilenischen Staub mache, usw.

 bis bald    Stefan

Hier gehts zu Teil 2 des Abenteuers

Ley Südamerika 2004

Erste Eindrücke (14.September)

Hallo!!!

Hier ein paar Eindrücke vom peruanischen Hochland. Höchstgelegener Pass
5059m über dem Meer! Ich will hoch hinaus, wie Ihr seht. Hatte das Glück,
auf Digikamera bewaffnete Nordamerikaner zu treffen, die mir die Fotos
mailten. Vielleicht gibt`s später noch mehr. Hoffe sie gefallen Euch, auch
wenn`s in Wirklichkeit wieder einmal viel, viel schöner war.

bis bald   Stefan
Moped läuft, Ley kann wieder grinsen.

 

"Immer diese Touristen!"

 

Autobahn A1 Peru/Feuerland Ausfahrt Todestal
"Do wo der Messner hinkommt, da fahr i mit`m Moped nauf!"
Eindeutig Pirelli MT21