Sieben Tage Staub - Greece Rally 2025
- Mike98
- 30. Dez. 2025
- 2 Min. Lesezeit
Von: Timo Heinen
Quer durch spektakuläre Landschaften, mit einer unvergesslichen Etappe bis nach Bulgarien, auf meiner Beta RR480 XC Rally.
Für mich stand diesmal nicht der Platz auf dem Treppchen im Vordergrund,sondern ein ganz persönliches Ziel: Ankommen, ohne einen Blick auf die Ergebnisliste! Und genau das ist mir letztendlich auch gelungen.

Back to where it all started, das Motto der diesjährigen Ausgabe
In diesem Jahr kehrte die Rallye zurück zu ihren Wurzeln nach Serres – eine Region, die unter Rallyefahrern längst Kultstatus genießt, dies spiegelte auch die stark besetzte Teilnehmerliste wider. Die abwechslungsreiche Landschaft Nordgriechenlands bot das perfekte Terrain für sieben anspruchsvolle Etappen: steinige Gebirgspfade, staubige Pisten, winkelige Waldwege und schnellere Abschnitte auf offenen Hochebenen.
Besonders beeindruckend war die Marathonetappe über die Grenze nach Bulgarien: zwei Tage anspruchsvolle Navigation und echtem Rallye-Spirit, ganz ohne externe Hilfe.
Auch dieses mal hat die Beta 480 Rally insgesamt zuverlässig funktioniert, doch wie so oft im Rallye Alltag lief nicht alles ganz ohne Zwischenfälle.
Gleich im Prolog fiel das Tachokabel aus, was die Orientierung für ein kurze Zeit ziemlich erschwerte. Richtig knifflig wurde es aber am drittenTag, als der Tripmaster-Halter am Navigationstower abvibrierte. Die dadurch entstandenen Probleme bei der Navigation haben mir einiges abverlangt und ich habe mich einige Male verfahren. Bushmechanic-skills waren da gefragt, mit ein bisschen Tape und Kabelbinder ließ sich das Problem provisorisch lösen und ich fand letztendlich doch noch ins Etappenziel.
Solche Situationen gehören zu einer echten Rallye einfach dazu und umso besser fühlte es sich an, weiter im Rennen zu bleiben. Die restlichen Tage waren dann problemlos und ich hatte richtig viel Spaß auf den Sonderprüfungen. Insgesamt waren diese ziemlich schnell und die Navigation war verhältnismäßig einfach, da aber immer wieder kurze
Teilstücke ziemlich endurolastig waren, hat mir die Rallye hervorragendgefallen.
Und natürlich war die Rallye anstrengend. Jeden Tag früh aufstehen, lange Stunden auf dem Bike, volle Konzentration auf den teils superschnellen und sehr staubigen Sonderprüfungen – das geht nicht spurlos an einem vorbei. Man merkt die mentale und körperliche Belastung, jeden Tag fällt das Aufstehen etwas schwerer und die eine oder andere wundgescheuerte Stelle am Körper trägt auch nicht unbedingt zur morgendlichen Motivation bei.

Was ich auch noch erwähnen möchte ist die Kameradschaft der bei Rallyes herrscht. Trotz aller Anstrengung und dem Kampf um Sekunden wird sich gegenseitig geholfen, motiviert und unterstützt – sei es bei Navigationsfragen oder kleineren Reparaturen in den Sonderprüfungen oder einfach nur mit einem aufmunternden Wort im Biwak. Motorsport wie er sein sollte!
Mein Fazit:
Ich bin nicht als Schnellster ins Ziel gekommen, aber ich bin angekommen. Und genau das war mein Ziel. Auch wenn nicht alles problemlos gelaufen ist,hat es mir doch sehr viel Freude gemacht und vielleicht ist es auch genau das, was ein Rallye Abenteuer schlussendlich ausmacht.
Ein großer Dank für die Unterstützung geht an:
Mike Gangl, MXTREME
Johannes Lukas, Rallye4you
Tom Berger, 421MX
Otto Fischer, AdvenGear






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